Wie lebt es sich in Oberriexingen? Die interessierten Kommunalpolitiker des FDP Ortsverbandes Vaihingen-Sachsenheim sind immer wieder mit Bürgermeistern und Ortsvorstehern unterwegs, diesmal in Oberriexingen. Vor dem Rathaus in Oberriexingen begrüßte Jon Buchmüller als Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes zahlreiche Mitglieder und Gäste, besonders Bürgermeister Ron Keller und Matthieu Laurent, Bürgermeister der Oberriexinger Partnerstadt Ennery. Keller, dessen Stadt ebenso wie Eberdingen und Sersheim zum Gebiet des FDP-Ortsverbandes gehört, zeigte sich über die große Resonanz erfreut und nahm alle mit auf einen gut vorbereiteten Ortsrundgang.
Viele Möglichkeiten für die städtebauliche Entwicklung bietet das neue Sanierungsgebiet „Stadtkern III“, das von der Hauptstraße bis an die Enz reicht. Kommunale und private Erneuerungsmaßnahmen können in diesem Areal von einer Förderung von 30% bis maximal 30.000 € profitieren; Gestaltungsrichtlinien wurden kürzlich dafür beschlossen. „Nach dem Kauf des Intek-Geländes mit 16500 qm wird die Stadt das Gelände einer gesamtgesellschaftlichen Nutzung zuführen und dafür ein Nutzungskonzept erstellen“, erklärte der Bürgermeister. Gesetzt sind aber bereits die Feuerwehr, die bisher im Ortskern im ehemaligen Kindergarten untergebracht ist, von Unternehmer Karl Kaltschmid 1907 erbaut. Außerdem soll der Bauhof dorthin umgesiedelt werden.
Im Rahmen der Sanierung „Stadtkern II“ war 2004 das Kriegerdenkmal unter Anteilnahme der betroffenen Familien in den Eingangsbereich des Friedhofs umgesetzt worden, berichtet der stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeister Erich Bannert. Der Friedhof wurde in den letzten Jahren umgestaltet, entsprechend den veränderten Wünschen von Verstorbenen und Hinterbliebenen wurde respektvoll und ansprechend eine ringförmige Anlage mit Stelen für Urnengräber errichtet. Der gelungene Bestattungsort mit einheitlicher Beschriftung und Bepflanzung lädt zum stillen Gedenken auf mehreren Sitzbänken ein. Bannert erklärte weiter: „Auch pflegeleichte Gräber werden errichtet, die anonyme Bestattung unter einem Baum wird ermöglicht und auf der großen Fläche der mittlerweile aufgelassenen Erdgräber soll langfristig ein Park entstehen.“
Im wertschätzenden Umgang mit der Geschichte der Stadt spiegelt sich der Stolz der Bürger in gelebten Traditionen: Bürgermeister Keller zeigt das Museum im Römerkeller und verweist auf den Prospekt mit einem umfangreichen jährlichen Programm. Eindrucksvoll ist auch die an vielen Stellen großflächig erhaltene Stadtmauer, an der den Gästen der Hochwasserschutz erklärt wird.
Durch die Neubaugebiete geht es zur Grundschule und der Beate- Kaltschmid- Kindertagesstätte. Bürgermeister Keller erklärt, dass die Grundschule bereits den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung durch die schon vorhandene Kernzeitbetreuung für alle vier Klassenstufen erfüllen könne: „Das Problem war die Ferienbetreuung, hier wurden bisher nur die Hälfte der erforderlichen Tage betreut.“ Die Lösung kam durch eine gute Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene zustande: Oberriexingen und Sersheim teilen sich die Ferienbetreuung und können dadurch in allen Ferien, bis auf die vorgesehenen 20 Schließtage, eine Betreuung anbieten.
Für die sportliche Oberriexinger ist ein großes Gelände vorhanden mit Boule, Volleyball, Grasspielplätzen, Tennisanlage, Kleinspielfeld und Fun-Park, von Ehrenamtlichen gepflegt. Dazu gibt es die Sport- und Festhalle, vormittags von der Schule, ab 14.00 Uhr von Vereinen genutzt. Familien haben hier viele Möglichkeiten: Während des Besuchs fand gerade eine „Familien-Olympiade“ statt.
In der anschließenden Nachsitzung in der Pizzeria wurden mit Ron Keller und Erich Bannert Fragen und Eindrücke diskutiert. „Auch Oberriexingen muss den größten Teil des Haushalts für Pflichtaufgaben verwenden und hat sicher wenig für Freiwillige Vorhaben zur Verfügung“, stellt die Vaihinger Stadträtin Sibylle Gutjahr fest, „aber mit viel Ideenreichtum werden hier von Gemeinderat, Bürgern und Verwaltung immer wieder Lösungen gefunden.“ Nachgefragt wurde von den Kommunalpolitkern auch die Verkehrsanbindung, denn alle Schüler ab Klasse 5 und ein großer Anteil der Berufstätigen muss täglich pendeln. Das bedeutet viel Autoverkehr, „aber die Stadt hat den Vorteil, eine gute Busanbindung in alle Richtungen benutzen zu können,“ wusste Jon Buchmüller zu berichten und bedankte sich herzlich im Namen aller für diesen interessanten Nachmittag.
Vaihingen/Enz, 15.10.2026
Dagmar Holzberg
FDP OV Vaihingen-Sachsenheim
Pressesprecherin
