Behindertenfreundliche Fußgängerzone weiterhin auf der Agenda

Vaihingen (dh) In der letzten Fraktionssitzung vor der Verabschiedung des Haushalts 2020 diskutierten die Stadträte der Freien Demokraten Vaihingen die wichtigen Aufgaben für 2020, die meist Pflichtaufgaben wie Sanierungen und Bau von Schulen, Kindergärten, Hallen und Infrastruktur sind. Fraktionsvorsitzende Helga Eberle setzte außerdem Themen auf die Agenda, die im neuen Jahr beraten und entschieden werden, bzw. weiterentwickelt werden müssen.

Dazu gehört, dass die „behindertenfreundliche Fußgängerzone“ wieder auf die Tagesordnung kommt. Jeder, der sich ernsthaft mit einer grundlegenden Aufwertung der Vaihinger Innenstadt beschäftigt, weiß, dass dazu auch gehört, diese für Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen gut begehbar zu machen. Helga Eberle selbst sowie ihre Fraktionskollegen Roland Zitzmann und Sibylle Gutjahr mussten im letzten Jahr dabei schwierige Erfahrungen in der Begleitung von Familienangehörigen machen. Dem vor Jahren erfolgten ersten Schritt müssen weitere folgen.

Alle Bauvorhaben bzw. Baugebiete, die in 2020/21 weiterentwickelt werden, haben im vergangenen Jahr die Wogen in Vaihingen hoch schlagen lassen und für Streit in der Bevölkerung gesorgt. Dazu stellen die Freien Demokraten fest, dass flächensparendes und umweltschonendes Bauen Vorrang haben muss. Bezahlbares Wohnen muss in Zukunft eine höhere Bedeutung bekommen. „Das bedeutet zugleich aber auch ein verdichteteres Bauen als es bisher in Vaihingen üblich war“, verdeutlichte Eberle. Dem IBA-Projekt in Kleinglattbach steht man aufgeschlossen gegenüber, sieht aber auch die Gefahr, dass die Altstadt von Vaihingen als der historische Mittelpunkt der Gesamtstadt dadurch geschwächt werden könnte. In diesem Zusammenhang wurde die Einrichtung eines Gestaltungsbeirats begrüßt und gewünscht, dass man den Ratschlägen dieses externen Fachgremiums dann auch Folge leistet.

Von der Bürgerbefragung als Auftakt zum Leitbildprozess erhofft sich die Fraktion vor allem, dass in den Arbeitsgruppen herausgearbeitet wird, wo die Brennpunkte liegen und was sich die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich wünscht, wie Vaihingen in den kommenden Jahren aussehen soll. Dieser Leitbildprozess ist für die Planung der Gartenschau 2029 ebenso wichtig wie die Formate, die damit eingeführt werden, insbesondere die der Bürgerbeteiligung. Zum Gartenschaugelände wird der Sportplatz „Am Egelsee“ gehören, der damit einen anderen Standort und als Kampfbahn C endlich auch eine 400 m – Bahn erhalten wird. Der zukünftige Standort wird von den Betroffenen – Vereine und Schulen – bereits vielfach diskutiert.

Der öffentliche Nahverkehr ist für Roland Zitzmann als Mitglied im FDP Landesfachausschuss Verkehr und Infrastruktur immer eine wichtiges Thema, das in der Stadt genau beobachtet und wenn nötig mit Nachfragen und Forderungen begleitet werden muss. Busse und Bahnen sind für Pendler existentiell wichtig, wie auch der Fernreiseverkehr – im neuen Fahrplan z.B. wird Vaihingen als Haltestelle des Flixtrain gestrichen. Und darin ist sich die Fraktion einig: Über dem Bau des Fahrradweges auf der WEG-Trasse dürfen die Lückenschlüsse und Reparaturen im Fahrradnetz der Gesamtstadt nicht vergessen werden.

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